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tonic sirup.

Während meines derzeitigen Praktikums bei dem Foodmagazin …”Essen&Trinken” (G+J) hat mich ein Kollege mit der Idee angefixt Tonic Sirup mal selber zu machen…Gedacht, getan hab ich mir gleich in der Apotheke ne Packung Chinarinde bestellt und los gings.
Bis vor einer Woche wusste ich gar nicht was überhaupt die Inhaltsstoffe von Tonic Water sind.
Nach einiger Recherche aber kam ich dann hinter das Geheimnis.
Neben diversen Aromaten, wie Zitrusfrüchten, Zitronengras und Pimentkörnern ist Chinarinde (Chinchona) der maßgebliche Geschmacks- bzw. Bitterstoff.
Die zu den Rötegewächsen gehörende Pflanze, wird hauptsächlich in Südamerika angebaut und wird nicht bloß wegen ihres Einsatzes in Bitterlemon und Tonicwater angebaut, sondern besonders wegen ihres Inhaltstoffes Chinin.Das fluoreszierende Alkaloid ist, neben seinem im schwarzlicht leuchtenden Effekt, der Wirkstoff gegen Malaria.
Als Grundausrüstung der damaligen Kolonialarmeen, ist der Tonic, auf Grund seines bitteren Geschmacks, gerne in Kombination mit Gin getrunken worden.
So entstand ein Klassiker der seit jeher jeden in seinen Bann zieht, der einmal einen wirkich guten Gin and Tonic getrunken hat.Doch Chinin ist nicht unumstritten. Zu hoher Konsum kann Nebenwirkungen des Nervensystems verursachen (Tinitus, Sehstörungen) und darf nicht während der Schwangerschaft eingenommen werden, da der Säugling nach der Geburt an Entzugserscheinungen leiden kann.Doch keine Sorge! Der Chiningehalt ist bereits in Sirupkonzentration ungefährlich. Man müsste also mehrere Liter Tonic Water trinken, um sich gesundheitlich zu gefährden.Auf der andern Seite, wird Chinin vermehrt als Heilmittel eingesetzt. Denn nicht nur Malaria kann durch die Einnahme von Chinin therapiert werden, sondern auch als Fieber senkendes und besonders Muskelkrampf lösendes Mittel eingesetzt werden.zum Gin:Ich hab sicherlich noch nicht alle Gins dieser Welt probiert aber ich kann sagen, dass der Monkey 47, der Tanqueray und der Hamburger Gin Sul zu meinen Favoriten gehören und auch super zu dem Sirup passen.zum Sirup:Vorab sei gesagt, dass ihr hier, sobald man sich entscheidet dieses Rezept nach zu kochen, auf eine neue Dimension Tonic stoßen werdet.Der Geschmack ist zwar verwandt mit dem anderer auf dem Markt erhältlichen Tonics, überrascht aber gleich durch sein umfangreiches Aromaprofil und seine intensive Fruchtigkeit.
Der Grund liegt auf der Hand. Künstliche Aromen fallen raus, frische, geschmacksintensive Inhaltsstoffe kommen rein.Das Rezept:Gerade befinde ich mich noch in der Entwicklungsphase, weshalb sich Inhaltsstoffe immer wieder etwas verändern können. Darum ist das Rezept nur ein Richtwert, den ich mir selber aus diversen Quellen zusammen gebastelt habe. Das tolle an der Selbstentwicklung ist natürlich, dass man Vorlieben für bestimmte Aromen hervorheben kann, die man auf dem derzeitigen Markt nicht erhält.Letztens bin ich mit einem “Basil Smash” zusammengestoßen, der mich schlicht umgehauen hat.
Basilikum als Option in einem Cocktail war mir nicht geläufig ist aber seitdem mein Liebling!

Für etwa 3L Sirup brauchen wir:
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2,5 L Wasser
Saft und Zeste von:
5 Limetten
5 Zitronen
1 Orange
6 Stiele Zitronengras, grob gehackt
70g Zitronen-/Ascorbinsäure – Drogeriemarkt oder Apotheke
10g chinarinde (etwa 2-3 El) – In der Apotheke vorbestellen 100g / ca. 8€
10 Pimentkörner
1 gute Prise Salzbei Bedarf: 2 große Bund Basilikum
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Alle Zutaten zusammen in einem Topf aufkochen und bei geschlossenem Deckel etwa 25 Minuten ganz leicht köcheln lassen.
Den Basilikum, samt Stängel grob hacken und für etwa 5 Minuten im nicht mehr kochenden, aber heißen Sud ziehen lassen.Anschließend alles durch ein Tuch oder ein Haarsieb gießen.
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500g Agavendicksaft
500g Zucker
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Agavensirup und den Zucker im heißen Sud solange rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
Jetzt das Ganze durch ein Tuch passieren, in das man zusätzlich 2-3 Blätter Küchenpapier legen kann. So wird der Sirup nahezu klar und frei von Schwebstoffen.
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Die Flüssigkeit sollte jetzt ein drittes Mal auf etwa 80 Grad erhitzt werden und heiß in sterilisierte Flaschen abgefüllt werden. So hält sich euer Tonic (kühl und dunkel) bestimmt ein halbes Jahr.Was man jetzt nur noch braucht ist eine kalte Flasche Tonic Sirup, ne Handvoll Eiswürfel und ein spritziges Mineralwasser. Fertig ist die Limo. Schmeckt nämlich auch ohne Alk. erfrischend gut!
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Ob mit ner Scheibe Zitrone oder mit nem Stückchen Gurke – Probiert einfach aus wie ihr es am besten findet.
Cheers!
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tafelgold

Foodie. Koch. Foodstylist. Blogger.

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