slow food genussführer

slow food genussführer 2015 | eine buchempfehlung

Dieser Tage wurde der Slow Food Genussführer Deutschland 2015 vorgestellt.
Nach dem großen Erfolg des Vorgängerbuches, das es auf 25.000 Exemplare und die Top 100 von Amazon geschafft hat, dürfen wir uns nun auf einen noch umfangreicheren Nachfolger freuen.

Mit dem Slow Food Genussführer hat sich die Organisation “bewusster Genießer und mündiger Konsumenten” zum Erhalt von Ess- und Trinkkultur seit 2014 ein neues Projekt auf die Fahne geschrieben. Auf aktuell 448 Seiten können Genießer in Zukuft gezielt Adressen zahlreicher Restaurants, Brauhäuser, Weinstuben u.v.m. aufsuchen, um guten Gewissens und garantiert ohne Geschmacksverstärker zu schlemmen.

Die Auswahlkritierien entsprechen der Slow Food Norm und gelten deutschlandweit. Dabei geht es allerdings nicht, wie bei den meisten Restaurantführeren, um Exklusivität der Produkte und Speisen, sondern hauptsächlich um Nachhaltigkeit, Herkunft der Produkte und einfach guten Geschmack ohne Schummelei. Regionalität und Saisonalität sind ebenso entscheidend, wie der gute und verantwortungsbewusste Umgang mit den Produkten und dem “Abfall”. Stichwort: Teller statt Tonne.

“Wenn wieder mehr Gäste sich ihr Essen einpacken und nicht die evtl. Reste zurückgehen lassen würden, dann müssten wir Gastronomen auch nicht so viel wegschmeißen”, appeliert der Gastgeber der Veranstaltung und ebenfalls Slow Food Unterstützer Herbert Beltle. “Halbe Portionen seien ein Modell, dass bereits erprobt wurde, doch leider ist dieses Modell nicht rentabel”,so Beltle.
Herbert Beltle ist in Berlin Vorreiter der Slow Food Gastroszene und steht mit seinem Restaurant “Altes Zollhaus” in Kreuzberg, ebenfalls seit diesem Jahr im Genussführer. Er übernimmt damit eine große Verantwortung sich, seinen Gäste und seinen Lieferanten gegenüber. Gleichzeitig sieht er aber auch die Verantwortung bei dem Gast und Konsumenten selbst. Denn “erst wenn dieser eine gewisse Sensibilisierung für das Essen und das Produkt entwickelt, kann es eine positive Entwicklung geben”, gibt Beltle zu bedenken.

Der Name ist Programm, denn neben dem Aspekt der Nachhaltigkeit, steht der Genuss noch immer im Vordergrund. Und so kann man sich, bei einem Besuch der auserwählten Restaurants in Berlin, Hamburg und dem Rest der Bundesrepublik, stets auf einen leckeren und atmosphärisch tollen Abend freuen.

Ab dem 29.9.2014 ist der kulinarische Kompass überall im Handel erhältlich.

Im Anschluss durfte ich noch erfahren, was es heißt “slow” zu schlemmen. Denn die Königsberger Klopse und die Brandenburger Bauernente aus dem Alten Zollhaus, waren ein willkommenes und sehr schmackhaftes zweites Frühstück und waren gar nicht mal so slow serviert.

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tafelgold

Foodie. Koch. Foodstylist. Blogger.

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